|
Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Schule kostet. Kinder kosten mehr.
Mit Schulbeginn kommen auf Familien zahlreiche Ausgaben zu. Für Erstklässler*innen belaufen sich die Kosten für Schulartikel laut Berechnungen der Arbeiterkammer auf bis zu 153 Euro - Anschaffungen wie eine Schultaschen oder technische Geräte nicht mitgerechnet. Doch Schulmaterialien zeigen nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Kosten, die für Familien mit Kindern entstehen. Die Referenzbudgets für Kinder und Jugendliche machen sichtbar, was Kinder für ein gutes Aufwachsen und gesellschaftlicher Teilhabe tatsächlich benötigen. Derzeit sind das rund 1.000 Euro pro Kind und Monat. Zum Beitrag
|
|
Aus den Schuldenberatungen
|
|
Wenn Kinderkosten über die Referenzbudgets hinaus gehen
 Der Schulstart hat Auswirkungen auf das Haushaltsbudgets von Familien. In den Referenzbudgets der Schuldenberatungen werden unumgängliche Bildungskosten wie Schulmaterialien, technische Ausstattung oder Schulveranstaltungen berücksichtigt. Ebenso enthalten ist die privat zu finanzierende Nachmittagsbetreuung für Volksschulkindern, die vielen Eltern die Ausübung einer Erwerbstätigkeit ermöglicht. Für viele Familien ist aber auch Nachhilfe mittlerweile ein bedeutender finanzieller Posten im Haushaltsbudget. Der Nachhilfebarometer der Arbeiterkammer zeigt, dass diese mittlerweile zum Schulalltag gehört. Rund 32 Prozent der Schüler*innen erhalten diese, Familien geben durchschnittlich 720 Euro pro Kind und Jahr dafür aus. Gerade bei Mehrkind-Familien stellt das eine enorme Belastung dar, für armutsgefährdete Haushalte ist die notwendige Unterstützung oft nicht leistbar. Bildungserfolg hängt damit von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern ab, Bildungsungleichheiten verfestigen sich damit weiter. In den Referenzbudgets werden Nachhilfe und notwendige Therapien nicht berücksichtigt und müssen bei Bedarf zum Budget noch addiert werden. Wer Kinderkosten umfassend betrachten möchte, darf nicht nur auf Hefte, Stifte und Schultaschen blicken, sondern auf die gesamte Lebensrealität von Familien. Zu den ReferenzbudgetsNachhilfebarometer der Arbeiterkammer
|
|
Studie zur Betroffenheit von digitaler finanzieller Exklusion
Im Zusammenhang mit der Einführung des digitalen Euros ist die asb durch Clemens Mitterlehner in der Arbeitsgruppe der Oesterreichischen Nationalbank zur finanziellen Inklusion vertreten. Es ist gelungen, überschuldete Menschen, Menschen im Privatkonkurs oder mit Lohnpfändungen, als eigene Betroffenen-Gruppe zu etablieren. Einige Klient*innen der Schuldenberatungen haben an der Befragung durch die L&R Sozialforschung teilgenommen. Die Studie zur Betroffenheit von digitaler finanzieller Exklusion wurde am 9. Juli veröffentlicht. Für die Schuldenberatung ergeben sich daraus interessante Aspekte. Überschuldete Menschen sind digital ebenso kompetent wie andere, sie scheitern meist nicht an der Technik. Jedoch haben sie ein deutlich geringeres Vertrauen in digitale Zahlungssysteme als die Gesamtbevölkerung. Dazu kommen oft fehlende Ressourcen wie eine stabile Internetverbindung, Schwierigkeiten bei komplexen Vorgängen wie dem Einrichten von Daueraufträgen sowie geringere Unterstützung im persönlichen Umfeld. In der Schuldenberatung ergibt sich daraus die Wichtigkeit, Vertrauen zu schaffen sowie Personen zu unterstützen. Die digitale Kluft bei Überschuldeten ist weniger eine Kompetenzkluft als eine Vertrauens- und Ressourcenkluft. Zu weiteren Informationen und zur Studie |
|
Reform des Glücksspielgesetzes
 Nach langjähriger Diskussion wurde vom Bundesministerium für Finanzen ein Ministerialentwurf zur Reform des Glücksspielgesetzes erstellt. Dieser ging Ende Juni in Begutachtung. Eckpunkte des Entwurfs sind die Neuordnung des Online-Glücksspiels, ein deutlich stärkerer Spieler*innenschutz, strengere Regeln für Glücksspielautomaten, die Bekämpfung illegaler Anbietender und eine Reform der Aufsicht. Die Fonds Soziales Wien Schuldenberatung und die Fachstelle Glücksspielsucht Steiermark haben eine Stellungnahme abgegeben. Der Entwurf wurde am 4. August zur EU-Notifikation nach Brüssel geschickt. Nach Ablauf einer dreimonatigen Stillhaltefrist könnte der Nationalrat die Novelle beschließen, sofern keine Einwände seitens der EU erhoben werden.
|
|
Verbraucherrechts-Änderungsgesetz 2026
Mit dem Verbraucherrechts-Änderungsgesetz 2026 soll das Verbraucher*innenrecht im Online-Handel gestärkt werden. Die Kundmachung erfolgte am 28. Juli, in Kraft tritt es ab 1. Oktober. Unter anderem wird ein verpflichtender "Widerrufbutton" für Fernabsatzverträge eingeführt, wonach Unternehmen künftig eine leicht erreichbare Rücktrittsfunktion bereitstellen müssen. Weiters müssen Unternehmen mehr Informationen zur Nachhaltigkeit und zu Online-Finanzdienstleistungen bereit stellen.
|
|
Kreditauskunftei CRIF: unzulässige Verwendung von Daten
 Die Kreditauskunftei CRIF hat personenbezogene Daten, die von Adressverlagen zu Marketingzwecken gesammelt wurden, zu Bonitätsbewertungen verwendet. Der Oberste Gerichtshof bewertet dies als unzulässig (OGH 12.8.2026, 6 Ob 147/25y). Hier würde gegen den Grundsatz der Zweckbindung in der Datenschutzgrundverordnung verstoßen. Die von Max Schrems gegründete Datenschutzorganisation noyb plant eine Sammelklage gegen CRIF. CRIF betont in einer Stellungnahme, dass eine Datenverarbeitungspraxis in dieser Form seit Oktober 2023 nicht mehr bestehe. Zu weiteren Informationen auf ORF help
|
|
Online-Seminar: Haushaltsplanung und Referenzbudgets Österreich-Deutschland
Am 28. Oktober findet ein Online-Seminar der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e.V zu Haushaltsplanung und Referenzbudgets im Vergleich zwischen Deutschland und Österreich statt. Gemeinsam mit Expert*innen beider Länder werden methodische Unterschiede, Erfahrungen aus der Beratungspraxis sowie Chancen und Grenzen der verschiedenen Ansätze vorgestellt und diskutiert. Ziel der Veranstaltung ist es, Anregungen für den eigenen Beratungsalltag zu geben und den fachlichen Austausch zu fördern, wie Privathaushalte wirksam in ihrer Budgetplanung unterstützt und gestärkt werden können. Auch Anmeldungen aus Österreich sind herzlich willkommen. Es wird einen Praxiseinblick in die österreichische Budgetberatung von Thomas Mader (Klartext, Schuldnerberatung Oberösterreich) geben, die österreichischen Referenzbudgets und die Unterschiede zu Deutschland werden von Marlene Ecker (asb) erklärt. Zu weiteren Informationen und Anmeldung |
|
Aviso: Oltner Verschuldungstage
 Am 12. und 13. November findet in Olten, Schweiz, zum 10. Mal die Fachtagung rund um Überschuldung statt. Thema diesmal ist "Verschuldung und Gesundheit". Im Fachdiskurs werden empirische Befunde und theoretische Konzepte vorgestellt, Hilfeangebote und Lösungswege diskutiert und sozialpolitische Herausforderungen abgeleitet. Clemens Mitterlehner von der asb wird für die österreichischen Schuldenberatungen an der Tagung teilnehmen und den zweiten Tag eröffnen. Zu weiteren Informationen und Anmeldung
|
|
Erste Schuldenberatungsstelle in Malta
Am 3. September wurde in Malta die erste Schuldenberatungsstelle "FLUSI Malta" eröffnet. In der Stelle arbeiten sechs Schuldenberater*innen, die Sozialarbeit studiert und ein Trainingsprogramm durchlaufen haben. Auf Einladung des Ministeriums für Familie und Soziales haben Gwen Harris (MABS - Money Advice and Budgeting Services in Irland / ECDN - European Consumer Debt Network) und Dieter Korczak (ECDN) an der Veranstaltung teilgenommen. Gwen Harris stellte das irische MABS-Modell als Best Practice-Beispiel vor. Dieter Korczak hat einen Vortrag zur internationalen Perspektive der Stärkung von Schuldenberatung in Europa gehalten, der auf der Seite des ECDN nachzulesen ist. Zum Vortrag auf Englisch
|
|
Die asb organisiert neben der Ausbildung von Schuldenberater*innen auch Seminare zur Weiterbildung, die für alle Interessierten aus NPOs offen sind. Die Themen sind besonders für Mitarbeiter*innen in beratenden, sozialen Einrichtungen interessant.
Nach der Sommerpause startet im Herbst wieder das asb Seminarangebot. Sichern Sie sich Ihren Platz.
Zum gesamten Seminarangebot 2026 inklusive Online-Anmeldung
Aviso: Ende Oktober erscheint das Seminarprogramm 2027
|
|
FinanzCoaching Seminare - Erste Schritte aus der Schuldenfalle
Der Dauerbrenner unter den asb-Seminaren. Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über die relevanten Problemfelder im Zusammenhang mit Schulden und lernen die Instrumente der Schuldenregelung kennen. Dadurch wird ihnen ermöglicht, verschuldete Personen bei der Vorbereitung auf die Schuldenregelung kompetent zu unterstützen.
Jetzt online informieren und anmelden, es gibt noch freie Plätze:
21. bis 22. September in Innsbruck 12. bis 13. Oktober in Feldkirch – Wir freuen uns über weitere Anmeldungen, da das Seminar bei zu geringer Teilnehmendenzahl abgesagt werden muss! 10. bis 11. November in Graz
|
|
Finanzwissen kompakt: Taschengeld (Online Veranstaltung)
In 90 Minuten werden kompakte Grundlagen zum Thema Taschengeld vermittelt. Teilnehmende erhalten praxisnahe Anregungen, wie Kinder und Jugendliche beim Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Geld unterstützt werden können.
Die Seminare sind kostenlos, es gibt es noch freie Plätze. Jetzt online informieren und anmelden, es werden heuer zwei Termine angeboten:
14. Oktober, Online 22. Oktober, Online
|
|
Finanzwissen kompakt: Unterhaltsschulden (Online Veranstaltung)
Die asb bietet 2026 ein weiteres Online Format an. In 120 Minuten werden die wichtigsten Grundlagen zum Schwerpunktthema Unterhaltsschulden sowie passende Fallbeispiele aus der Praxis vermittelt. Teilnehmende erhalten ein Grundwissen zur Unterhaltsberechnung, zur Problematik Lohnpfändung wegen Unterhaltsschulden und zum Thema Umgang mit Unterhaltsschulden im Privatkonkurs.
Jetzt online informieren und anmelden, es gibt noch freie Plätze:
25. November, Online
|
|
About/ImpressumDer asbrief erscheint alle zwei Monate als Newsletter der Dachorganisation der staatlich anerkannten Schuldenberatungen asb mit aktuellen Informationen rund um Schuldenprobleme, Schuldenberatung und -regulierung. Fotos: Fotolia, asb, österreichische Schuldenberatungen, Bundeskanzleramt Illustrationen: Anna Egger/asb Sie haben den asbrief weitergeleitet bekommen und wollen ihn nun regelmäßig bekommen? Hier können Sie ihn sofort bestellenSie wollen den Newsletter nicht mehr bekommen? Hier abbestellen |
|
|
ASB Schuldnerberatungen GmbH Bockgasse 2 b 4020 Linz Österreich
0732 65 65 99 pr@asb-gmbh.at www.schuldenberatung.at
Register: 230327t Tax ID: ATU 56591744 Gefördert aus Mitteln des BMASGPK, BMJ und der OeNB.
|